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<pre>„Der Führungstreffer hat uns keine Sicherheit gegeben. Wenn du früh 1:0 vorne liegst, dann musst du 90 Minuten konsequent verteidigen — wenn du selbst offensiv nicht dein bestes Spiel machst“, erklärte Schalke-Coach Markus Weinzierl hinterher.  <p> Die Partie Frankfurt gegen Wolfsburg, die am Samstag (15:30 Uhr) in der Commerzbank-Arena angepfiffen wird, ist ein Duell zwischen einem Europapokal-Anwärter und einem Abstiegskandidaten.  <p>  Ein Umstand, der nicht zuletzt auf den Ausfall von Torjäger Alexander Meier zurückzuführen ist. Der Routinier war an nicht weniger als 41 Prozent aller Eintracht-Tore beteiligt. <p> Der Saisonstart des FC Augsburg verhieß nichts Gutes. Im DFB-Pokal setzte es eine 0:2-Pleite gegen den FC Magdeburg aus der Liga, in der Bundesliga gab es am ersten Spieltag eine 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV. Doch danach wendete sich das Blatt. <p>  Kovac hat die Startformation umgekrempelt und auch sonst Allerlei probiert. Doch die Bewegung nach vorne passt einfach nicht, als Zuschauer stellt man sich die Frage, wie die SGE zum Torerfolg kommen soll. Alleine das Vorhandensein von Alex Meier genügt nicht, zumal Eintrachts Top-Goalgetter zuletzt verletzungsbedingt passen musste.  </pre>


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<pre>für die Gladbacher ist es aus vielerlei Gründen unglücklich, dass sich der Verantwortliche des vorjährigen Rückrunden-Wunders nun mit einem Mal praktisch über Nacht vom Acker macht: Zwar kann nicht bestritten werden, dass Favre angesichts der nicht einschlagenden Neuzugänge und vieler ratlos wirkender personeller Wechsel zuletzt das oftmals gerühmte Händchen vermissen ließ, dennoch waren im Klub nach wie vor alle Beteiligten unerschütterlich davon überzeugt, dass der 58-Jährige prinzipiell ein Glücksfall für die Mannschaft ist.  <p> Das will jedoch auch der FC Augsburg schaffen, der am Samstag einen großen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen könnte.  <p>  Zwar schlich sich gleich zu Beginn eine ärgerliche Derby-Schlappe in Darmstadt ein; mit Siegen gegen Hamburg, Ingolstadt und Bremen wurde danach aber der Bodensatz der Tabelle weggeputzt — und beim 0:0 in Gladbach hielt die Eintracht auch bei einem etwas ambitionierteren Gastgeber erfolgreich Schritt. <p> In Gladbach fühlten sich die Augsburger in den letzten vier Saisonen recht wohl — nur eines dieser vier Gastspiele ging verloren (2:4 in der Saison 2015/16). Dieser Niederlage stehen ein Remis (1:1 in der Vorsaison) und zwei Siege (3:1/Mai 2015 und 2:1/März 2014) gegenüber. <p>  Zum Abschluss der 26. Runde konnten die Bremer somit genüsslich davon profitieren, dass die direkte Konkurrenz zuvor gepflegt danebengriff: Nach den Pleiten von Mainz und Wolfsburg fiel der Heimsieg gegen die Domstädter im Existenzkampf gewissermaßen gleich doppelt ins Gewicht.  </pre> 


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<pre> Obwohl der bislang letzte Ligasieg im Volkspark bereits vier Jahre zurückliegt, sehen wir die Grün-Weißen daher am Samstag leicht im Vorteil.  <p> Doch trotz all der schlechten Ergebnisse bleiben die Gladbacher eine der erfolgreichsten Heimmannschaften. Ja, auch in der aktuellen Unform, ist man zu Hause eine Wucht. Alle Siege wurden zu Hause eingefahren, selbst der Punkt gegen Schalke gelang vor heimischen Publikum.  <p>  Dabei steht natürlich fest, dass der mit einer Trainerentlassung meist einhergehende frische Wind sowohl für die Eintracht als auch für Tipper nur schwerlich zu kalkulierende Folgen nach sich zieht — so erscheint es nicht gänzlich abwegig, von plötzlich befreit aufspielenden Gästen auszugehen. <p>  Ein Sieg der Eintracht ist hingegen mit einer Quote oberhalb von 7,00 versehen. Insgesamt verfügt einzig Arminia Bielefeld (in Leverkusen) am 2Spieltag über eine noch höhere Siegquote. <p>  Diesen wollen die hessischen Überflieger natürlich nutzen, um in Augsburg erstmals überhaupt den vollen Ertrag an Land zu ziehen; wenngleich die Eintracht zuletzt auch in der WWK-Arena drei Mal ungeschlagen blieb, war dem Team hier doch noch nie ein Auswärtssieg vergönnt.  </pre>


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<pre> In der Fremde scheint schon gar nicht an einen solchen Doppelschlag zu denken zu sein — bei der mehr und mehr in Bedrängnis kommenden Werkself hatte Schalke erst den dritten Auswärtssieg der Saison verbucht.  <p> Mit verheerenden individuellen Patzern schenkten sich die Mainzer im nationalen Cup-Wettbewerb sämtliche Gegentreffer nahezu im Alleingang in; die Adlerträger waren bei der nachbarschaftlichen Machtdemonstration entsprechend nur als dankbare Abstauber gefragt.   <p> Auch für Sportdirektor Rudi Völler war die Causa eine „Riesen-Sauerei“, zumal die Meldung nur wenige Augenblicke vor dem Anpfiff in Umlauf gebracht wurde. <p>  Wüste Beschimpfungen und furchteinflößende Banner zählten dabei noch zu den sanfteren Methoden. Vorstand Axel Hellmann kritisierte diese Vorgehensweise, Trainer Armin Veh hingegen äußerte Verständnis für die martialischen Motivationsspritzen der Anhängerschaft:  <p> Unter Beachtung dieses Vorgeplänkels ist es sicherlich nicht aus der Luft gegriffen, den jüngsten Fehlschlag als ausgleichende Gerechtigkeit zu werten: Der Glückssieg der Königsblauen hat das Yin und Yang der Rheinhessen wieder weitgehend ausbalanciert.  </pre>


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<pre> Mittlerweile liegen die Münchner auf Platz drei, nur mehr zwei Punkte von Borussia Mönchengladbach entfernt.  <p> Etwas Frust mischte bei den Schalkern ob der verlorenen Punkte daher sehr wohl mit — allen voran bei Trainer Markus Weinzierl, der den Schiedsrichter-Assistenten für seine Entscheidung, das 2:1 abzuerkennen, zwar nicht an den Pranger stellte, jedoch anmerkte: „Es war auf jeden Fall mutig vom Linienrichter, das so in der Nachspielzeit anzuzeigen.“ Von einer Fehlentscheidung wollte aber auch er nicht sprechen.  <p>  – Frankfurt-Trainer Niko Kovac weiß, wozu seine Spieler in der Lage sind. <p>  „Wichtig ist, dass man nach Niederlagen wieder aufsteht. Wir haben in den letzten neun Spielen bewiesen, dass wir das können. Wir sind kurz hingefallen, jetzt müssen wir uns schütteln, aufstehen und mit unseren Fans im Rücken am Donnerstag das Spiel so angehen, dass wir ein sehr gutes Ergebnis vorlegen.“  <p> Wir erwarten daher ein dominantes Spiel und einen souveränen Sieg der Münchner mit über 2,5 Toren.  </pre>


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